Einbrecherfrust.de

so schützen Sie Haus und Hof...

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Türen

Türen

Allgemeines
Ertüchtigen (Nachrüsten) oder Austausch der Tür?
Sicherheitsklassen für Türen
Türblatt
Bänder und Hinterhaken
Zarge
Mehrfachverriegelungen
Checkliste

Allgemeines

Eine Tür besteht aus folgenden Elementen: Zarge (Türrahmen), Türblatt (die „eigentliche" Tür), Schloss, Schlossbeschlägen, Türknopf oder Klinke, Schließblech und Türbändern (Scharniere). Der Sicherheitswert einer Tür richtet sich nach dem verwendeten Material, der Stabilität und Befestigung von Zarge und Bändern sowie der Verschlusstechnik. Grundsätzlich müssen alle Bestandteile einer Tür einbruchhemmende Wirkung haben; es nützt wenig, wenn z.B. Schloss und Beschlag einen hohen Sicherheitswert aufweisen, das Türblatt jedoch problemlos eingetreten werden kann.

Alle Außentüren eines Gebäudes müssen gleichwertig geschützt werden. Dies gilt für die eigentliche Haus- oder Wohnungstür genauso wie für Neben- und Kellereingangstüren sowie für Verbindungstüren zur Garage. Diese Garagentüren sind häufig nicht einsehbar, so dass ein Täter ungestört ”arbeiten” kann. Meist werden hier Metalltüren (evtl. Brandschutztür) verwendet, die zwar ein stabiles Aussehen haben, aber einem Gewaltangriff nicht entgegenwirken können. Ein zusätzlicher Schwachpunkt dieser Türen kann eine unzureichende Verankerung im Mauerwerk sein.

bildef1750




Bestandteile einer Tür:
1  Türblatt
2 Türrahmen    
3 Türbänder   
4 Türschloss
5 Beschlag     
6 Schließblech  
7 Zusatzsicherung
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung






Keller- und Nebeneingangstüren, die nicht häufig benutzt werden, können durch einen vorgelegten Querbalken (Vorlegestange) gesichert werden. Zu beachten ist aber, dass diese Türen dann nur von innen geöffnet werden können.

EF 18-51

EF 26-65


Generell ist darauf zu achten, dass keine Ausgangstür nur mit einem Buntbartschloss gesichert ist. Genaueres können Sie im Kapitel “Schlösser” nachlesen.  

Lassen Sie unverschlossene Außentüren nie ohne Aufsicht, da man sonst ohne jegliche Mühe eindringen kann.

Denken Sie unbedingt daran, sämtliche Außentüren abzuschließen, wenn Sie Haus oder Wohnung verlassen. Das vollständige Abschließen (normalerweise zweifache Schlüsseldrehung) wird von vielen Versicherungen vorgeschrieben.

Es kann als Obliegenheitspflichtverletzung ausgelegt werden, wenn man z.B. die Haus- oder Wohnungstür einfach zuzieht ohne abzuschließen. Im Schadenfall kann die Versicherung dann die Schadensregulierung zurückweisen.

TIPP:
Nehmen Sie sich die 5 Sekunden Zeit, um die Tür mit zwei Schlüsselumdrehungen zu verschließen. Es gibt ein böses Erwachen, falls die Versicherung aus diesem Grund die Leistungen verweigern sollte!!!

Hinweis:
Mieter müssen vor der Montage einer einbruchhemmenden Tür den Hausbesitzer um sein Einverständnis bitten.

trenn-bl-700

    Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700

Ertüchtigen (Nachrüsten) oder Austausch der Tür?

Es gibt eine große Anzahl verschiedener geprüfter Sicherheitskomponenten zum Ertüchtigen einer Tür. Damit eine bestehende Tür sicherer wird, müssen alle Einzelteile (wie z.B. die Bänder, der Beschlag, das Schloss) gegen einbruchhemmende Produkte ausgetauscht werden.

Häufig kann das bestehende Türblatt einem Angriff nicht widerstehen. In diesem Fall nutzen auch die nachgerüsteten Komponenten wenig – ein Austausch der gesamten Tür ist empfehlenswert.

Viele Hersteller von einbruchhemmenden Türen haben sich bereits auf die gewünschten Forderungen eingestellt.

  • Die neue Tür muss einbruchhemmend sein.
    Die bestehende Tür wird komplett, einschließlich der Zarge („Türrahmen“), ausgetauscht.
  • Der Austausch soll innerhalb weniger Stunden erfolgen.
    Da es sich meistens um genormte Türgrößen handelt, sind keine Extraanfertigungen notwendig.
  • Das bestehende Aussehen (Design) soll beibehalten werden (oft wichtig bei Mehrfamilienhäusern).
    Sicherheit muss nicht schlecht aussehen. Durch eine Vielzahl von verschiedenen Dekors kann die neue Tür dem Aussehen der bisherigen Tür angepasst werden.

Eine einbruchhemmende Tür sieht nur selten wie eine "Sicherheitstür" aus. Das die Design und die Baustoffe (Holz, Metall, Kunststoff, auch mit Glas)sind sehr vielfältig.

trenn-bl-700

Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700

Sicherheitsklassen für Türen

Die einbruchhemmende Prüfung der Türen wird nach den Vorgaben der DIN V ENV 1627 durchgeführt. Bei den Prüfungen wird die gesamte Tür geprüft und nicht nur ein einzelnes Bauteil (Türblatt, Schloss, Bänder). Die Widerstandsklassen WK1 bis WK6 geben Auskunft über die "Sicherheit"; WK 1 bietet hierbei die geringste Sicherheit gegen Einbruch.
Bis April 1999 wurden die Türen auf Basis der DIN V 18103 beurteilt.
Des weiteren werden einbruchhemmende Fenster auch vom VdS einer Produktprüfung unterzogen. Die Bezeichnung der VdS-Sicherungsklassen erfolgt mit den Buchstaben N, A, B, C

Vergleich der unterschiedlichen Widerstandsnormen bzw. Richtlinien:

DIN V ENV 1627 DIN V 18103 (ALT!)

VdS 2534

Anmerkung
WK 1


sehr geringe Einbruchshemmung
WK 2 EF 0  /  EF 1

N

normale Einbruchshemmung
WK 3 EF 2

A

erhöhte Einbruchshemmung
WK 4 EF 3

B

hohe Einbruchshemmung
(findet fast nur bei Büro- und Gewerbeobjekte Anwendung)
WK 5

C

WK 6


Welche Sicherheitsklasse bei Ihnen erforderlich ist, kann erst nach einer Risikoanalyse durch die Polizei und / oder eines Fachberaters festgelegt werden. Sprechen Sie hierzu auch Ihre Versicherung an.
Grundlegend kann jedoch darauf hingewiesen werden, dass mindestens die Sicherheitsklasse WK2 gewählt werden sollte.

trenn-bl-700

Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700

Türblatt

Unter dem Türblatt versteht man das Hauptelement einer Tür bzw. die Tür selbst. Heute werden Türblätter vorwiegend in Leichtbauweise gefertigt, so dass oft keine ausreichende Einbruchhemmung erzielt wird. Die Türblätter können leicht eingetreten, mit Werkzeug aufgebrochen oder zersägt werden.

Um eine höhere Einbruchhemmung zu gewährleisten, kann das Türblatt von innen durch ein Stahlblech von 1 mm Stärke oder durch Sperrholz von mindestens 8 mm Dicke vollflächig verstärkt werden. Noch besser ist es, das Türblatt komplett auszutauschen.

Türblatt-Typen

·    Glasfüllungstür

Die Glasfüllungstür besitzt einen Einsatz aus Drahtglas oder Polycarbonatscheiben. Glaseinsätze in Glasfüllungstüren sollte man unbedingt vergittern.
Ein eingegossenes Drahtgitter ist normalerweise nicht einbruchhemmend, sondern dient lediglich der Unfallverhütung.

·    Holzfüllungstür

Holzfüllungstüren bieten ebenfalls keinen ausreichenden Widerstand bei einem Angriff, da sie genauso wie Hohl- oder Wabentüren leicht eingetreten werden können.

EF 19-55

Füllungstürblatt (Gestemmtes Türblatt):  1 Rahmen des Türblattes   2 Füllung
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung

·    Hohl- bzw. Wabentür

Eine Hohl- bzw. Wabentür bietet normalerweise keine Einbruchhemmung.

EF 20-55



Aufbau eines Sperrholztürblattes (Hohltür): 
1 Decklage  
2 Rahmenholz  
3 Mittellage

Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung




trenn-bl-700

Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700

Bänder und Hinterhaken

Bänder bezeichnen die Scharniere einer Tür und stellen die Verbindung zwischen Türblatt und Zarge (Türrahmen) her.
Die Bänder dürfen nicht von außen erreichbar sein (z.B. bei einer Tür, die nach außen zu öffnen ist), da sie leicht abgeschraubt, abgesägt, abgeflext oder abgeschlagen werden können.
Schwache Bänder, die nicht von außen erreichbar sind, können aufgehebelt und aus Zarge oder Türblatt gerissen werden.

Sicherungsmöglichkeiten

Schwache Bänder sollten gegen einbruchhemmende Bänder ausgetauscht werden.

Zum Schutz vor einem Ausheben der Tür kann man zusätzlich Hinterhaken (Hintergreifhaken) montieren lassen, die die Bänder (bei geschlossener Tür) unterstützen. Hinterhaken sind Metallzapfen, die sich an der Bänderseite der Tür befinden und beim Schließen der Tür in dafür vorgesehene Aussparungen in der Zarge greifen. Dadurch wird ein Aushebeln des Türblattes aus der Zarge verhindert. An jeder Tür sollten mindestens zwei Hinterhaken angebracht werden, damit ein ausreichender Schutz besteht.

EF 03 - Hinterhaken mit Schliessblech

Abb. Hinterhaken mit Schliessblech
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung

Zarge

Als Zarge wird im Fachjargon der Türrahmen bezeichnet.
Für die einbruchhemmende Wirkung der Zarge sind das verwendete Material und die Verbindung zum Mauerwerk wichtig. Angriffsart ist meist einfaches Heraushebeln der Zarge.
Zur Erzielung einer Einbruchhemmung sind massives Holz oder Metall geeignet; von Zargen aus Pressspan oder Kunststoff ist abzuraten.
Bei Metallzargen sollte der Bereich des Schließblechs (dort, wo der Riegel in die Zarge greift) mit einem zusätzlichen Stahlblech gesichert werden.
Zargen werden heute oft mit Montageschaum mit dem Mauerwerk verklebt; diese Technik bietet jedoch keine Einbruchhemmung. Statt dessen sollte die Zarge sorgfältig mit dem Mauerwerk verschraubt oder vernagelt sein.

Mehrfachverriegelungen

Standard ist bei den meisten herkömmlichen Türen ein Schloss mit einem Riegel und zwei Bändern. (Riegel: der Teil des Schlosses, welcher durch die Schlüsseldrehung in das Schließblech in der Türzarge geschoben wird. Bänder: Die "Scharniere" in denen die Tür eingehängt ist)
Neben der zusätzlichen Sicherung der Bandseite einer Tür mit Hinterhaken können alternativ Mehrfachverriegelungen oder Zusatzschlösser angebracht werden.

Mehrfachverriegelungen werden in der Regel in das Türblatt eingebaut und haben den Vorteil, dass beim Verriegeln der Tür auf der Seite des Schlosses an mehreren Stellen – bis zur ganzen Höhe der Tür – Riegel in die Zarge greifen.

Dabei gibt es verschiedene Baugrößen von der 3fach-Verriegelung bis zur 12fach-Verriegelung (eine noch größere Zahl an Riegeln ist möglich). Bei der 3fach-Verriegelung greifen zusätzlich zu dem bei jeder Tür vorhandenen Riegel zwei weitere Riegel in die Zarge, und zwar im oberen und unteren Teil der Tür. Die Tür kann dadurch nicht so leicht aufgehebelt werden.

EF 03 - Hinterhaken

Abb. Einsteckschloss mit Mehrpunktverriegelung
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung

Bei einer größeren Anzahl von Zusatzriegeln können diese die Hinterhaken an der Bänderseite ersetzen bzw. sind ihnen gleichwertig.
Der Unterschied zu Hinterhaken besteht darin, dass diese starr sind, während Mehrfachriegel erst beim Abschließen in die Zarge greifen, nicht jedoch beim bloßen Zuziehen der Tür.
Mehrfachverriegelungen können auch nachträglich montiert werden. So kann man z.B. im Nachhinein ein Stangenriegelschloss (s. Zusatzschlösser) anbauen, das zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Schloss an zwei weiteren Punkten sperrt.

trenn-bl-700

Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700

Checkliste

Damit Sie die gröbsten Schwachstellen selbst herausfinden können, haben wir eine kleine Checkliste angefertigt. Jede Frage, die Sie mit einem „Nein“ beantworten, stellt eine Schwachstelle dar.

Wohnungsabschlusstüren (Haustüren)

1.      Besteht die Haustür entweder aus massivem Holz oder aus Stahl?

Ja o        Nein o

2.      Ist das Türblatt mindestens 4 cm stark?

Ja o        Nein o

3.      Sind die vorhandenen Glaseinsätze einbruchhemmend oder durch ein Gitter gesichert? (Ein eingegossenes Drahtgeflecht ist normalerweise nicht einbruchhemmend!)

Ja o        Nein o

4.      Lassen sich alle Haus- oder Wohnungstüren, einschließlich der Kellertüren, nach innen öffnen?

Ja o        Nein o

5.      Ist das Schließblech in der Mauer verankert oder in der Türzarge verschraubt?

Ja o        Nein o

6.      Sind auf der Bandseite (Scharnierseite) der Tür mindestens 2 Hinterhaken vorhanden?

Ja o        Nein o

7.      Ist die Türzarge mit den Mauerwerk durch  stabile Schrauben verankert?

Ja o        Nein o

8.      Können Sie bei geschlossener Tür sehen, wer geklingelt hat (Türspion, Fenster, Videoüberwachung) ?

Ja o        Nein o

9.      Können auch Ihre Kinder durch den Türspion blicken oder die Videoüberwachung bedienen?

Ja o        Nein o

Kellertüren

10.    Ist die nach außen führende Kellertür gegen Einbruch gesichert?

Ja o        Nein o

Garagentüren

11.    Ist die Verbindungstür zwischen Garage und Wohnung wie die Haustür gesichert?

Ja o        Nein o

Türen zum Dachboden

12.    Ist die Tür zwischen Dachboden und Wohnräumen mit einem guten Schloss gesichert (kein Buntbartschloss)?

Ja o        Nein o

Mehrfamilienhäuser

13.    Sind die Kellerabteile sicher voneinander getrennt? (Holzleisten sind nicht ausreichend.)

Ja o        Nein o

14.    Sind die Verschlussriegel gegen Abschrauben von außen gesichert?

Ja o        Nein o

15.    Sind die Verschlussriegel aus einem stabilen Material?

Ja o        Nein o

16.    Sind die Kellertüren gegen Ausheben gesichert?

Ja o        Nein o

17.    Sind die Autos in der Tiefgarage durch einzelne abschließbare Zellen getrennt?

Ja o        Nein o

trenn-bl-700

Link zu einem Sicherheits-Shop

↑ zurück nach oben

trenn-bl-700


Wichtig:
Alle Außentüren eines Gebäudes müssen gleichwertig geschützt werden.

© Einbrecherfrust.de - sichere Türen, Sicherheitsklassen, Mehrfachverriegelungen