Allgemeines 
Feststehende Gitter
Sicherheitsklassen für Gitter
Vorsatzgitter
Bewegliche Gitter
Rollläden
Sicherheitsklassen für Rollläden
Licht-/Kellerschächte
Lichtkuppeln
Fensterläden
Innenholzblenden
Checkliste
Allgemeines
Rollläden und Fensterläden werden in erster Linie verwendet, um sich vor Blicken in die Wohnräume zu schützen. Gitter haben den Zweck, Personen vor dem Einsteigen in die Wohnräume zu hindern.
Wie Rollläden und Fensterläden auch vor Einbruch schützen können, soll hier erläutert werden.
Bei der Überlegung, ob Sie Ihr Haus durch Gitter oder Rollläden vor Einbrechern schützen, oder ob Sie damit den bestehenden Schutz noch weiter verbessern wollen, sollten Sie die folgende zentrale Frage beantworten:
Wann soll der Schutz wirksam sein?
- ständig, auch während Ihrer Anwesenheit, oder
- nur zeitweise, wenn Sie das Haus stundenweise oder für längere Zeit verlassen?
Anwesenheitsschutz:
Obwohl Sie sich in der Wohnung oder im Haus aufhalten, sind Sie z.B. durch einbruchhemmende Fenster oder Türen geschützt.
Diese Fenster oder Türen müssen immer verschlossen sein, da ein angekipptes Fenster keinen Sicherheitswert hat - nur bei Verwendung von speziellen Fenstern gibt es hier Ausnahmen. Zum Lüften oder an heißen Sommertagen sollte das geöffnete Fenster immer in Ihrem Blickwinkel bleiben. Da dies in der Praxis nicht immer durchführbar ist, bieten sich an exponierten Stellen Gitter an, die auch bei geöffnetem Fenster ein Einsteigen in die Wohnung verhindern.
Abwesenheitsschutz:
Schutzmaßnahmen, die nur während Ihrer Abwesenheit zum Einsatz kommen.
Nicht nur bei längerer Abwesenheit (z.B. für das Ferienhaus oder im Urlaub), sondern auch für den nächtlichen Schutz eignen sich entsprechende einbruchhemmende Roll- und Fensterläden.
Feststehende Gitter
Zum Einbruchschutz von Fenstern werden häufig Vergitterungen eingesetzt. Sie bieten den großen Vorteil, dass das Tageslicht nicht ausgesperrt wird und ein Lüften des gesicherten Raumes ungehindert möglich ist. Zu unterscheiden sind Ziergitter und Schutzgitter, wobei man berücksichtigen muss, dass Ziergitter im allgemeinen nur geringen Einbruchschutz bieten. Der Sicherheitswert von Fenstergittern wird bestimmt durch
- das verwendete Material,
- die Befestigung des Gitters im Mauerwerk,
- die Stärke der Gitterstäbe sowie
- den Abstand der Gitterstäbe zueinander.
Vor der Montage von Vergitterungen sollte geprüft werden, ob das zu sichernde Fenster nicht als Fluchtweg dient. Wenn dies der Fall sein sollte, muss der Architekt oder die Baubehörde zu Rate gezogen werden.
Gewaltanwendung auf Fenstergitter können sein: Zu dünne oder unzureichend befestigte Gitter werden herausgehebelt, herausgerissen, abgeschraubt, auseinander gebogen oder durchtrennt. Allgemein sollte man die angebotenen Produkte genau prüfen: Denn es besteht die Gefahr, dass ein Gitter, das schnell zu montieren ist, auch von einem Einbrecher ohne größeren Aufwand wieder abmontiert werden kann.
VdS-Richtlinien für Gitter
- Fenstergitter werden aus Stahl hergestellt,
· die Gitterstäbe müssen mindestens 18 mm stark sein,
· der Abstand zwischen den waagerechten Gitterstäben darf max. 200 mm und zwischen den senkrechten Gitterstäben max. 100 mm betragen.
· die Stäbe müssen an den Berührungspunkten (Kreuzungspunkten) verschweißt sein,
· alle Stabenden müssen gespreizt sein. Die Verankerung im Mauerwerk muss min. 80 mm betragen oder so an Türen, Toren oder Fensterfriesen angebracht sein, so dass sie von außen nicht demontiert werden können.

Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung
Sicherheitsklassen für Gitter
Bei der einbruchhemmenden Einstufung von Gittern wird auf Grundlage der DIN 18106 geprüft. Die Einstufung erfolgt in die Widerstandsklassen WK 1 bis WK 6. Die Widerstandsklasse WK 1 verfügt auch bei Anwendung im privaten Wohnbereich über keine ausreichende Sicherheit.
| DIN 18106 (Gitter) |
Anmerkung |
| WK 1 | KEINE Einbruchshemmung |
| WK 2 | normale Einbruchshemmung |
| WK 3 | erhöhte Einbruchshemmung |
| WK 4 | hohe Einbruchshemmung (findet fast nur bei Büro- und Gewerbeobjekte Anwendung) |
| WK 5 | |
| WK 6 |
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Vorsatzgitter
Vorsatzgitter werden häufig außen an Haustüren zum Schutz eines Glaseinsatzes angebracht. Auch hier gelten die bereits erwähnten Sicherheitskriterien bzgl. Materialstärke, Konstruktion und Befestigung. Besonders wichtig ist hier eine Verschraubung, die von außen nicht gelöst werden kann.

Innen angebrachtes,abnehmbares Vorsatzgitter
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung
Zum Schutz von Glasfüllungstüren können Vorsatzgitter auch nachträglich innen angebracht werden, wobei auch hier darauf zu achten ist, daß die Verschraubung von außen nicht erreichbar ist. Des Weiteren muss eine Aushebesicherung ggf. durch Hangschloss oder Bolzen montiert werden, damit das Gitter nach Durchbruch einer Scheibe nicht aus der Verankerung gehoben werden kann.
Bewegliche Gitter
Neben feststehenden Gittern zum Schutz von leicht erreichbaren Fenstern und Lüftungsöffnungen werden bewegliche Gitter, und zwar Rollgitter und Scherengitter, angeboten. Diese beweglichen Gitter werden z. B. bei Schaufenstern eingesetzt. Wichtig für den Sicherheitswert von beweglichen Gittern ist ebenfalls eine ausreichende Stärke des Materials, eine stabile Befestigung des Gitters und eine sichere Verschlusstechnik.
· Rollgitter (senkrechter Verlauf)
Vor allem zur Sicherung von Schaufenstern, Ladeneingängen und Ladenpassagen finden sie im gewerblichen Bereich Anwendung. Auch bei Rollgittern ist die Verwendung von solidem Material und ein möglichst dichtes Maschennetz wichtig. Die seitlichen Führungsschienen müssen das Gitter stabil und ausreichend stark umklammern. Die Führungsschienen müssen außerdem kräftig im Mauerwerk verankert sein.

Um ein Hochschieben des Rollgitters zu verhindern, sollte eine stabile Verriegelung installiert werden, z.B. eine an beiden Seiten eingreifende Stangenverriegelung, die nur von innen mit einem Zuhaltungsschloss ausgestattet ist. Ebenso eignet sich ein Hakenschloß mit einer Befestigung am Boden.
· Scherengitter (waagerechter Verlauf)
Bezüglich der Stabilität gelten die gleichen Kriterien wie für Rollgitter. Zur Verhinderung von Angriffen müssen Verriegelungen außen mit einer Blende, die auf der gesamten Höhe des Gitters verlaufen sollte, abgedeckt sein; so wird auch der Ansatz von Hebelwerkzeugen zwischen Gitterende und Befestigungsschiene am Mauerwerk verhindert.
Am sinnvollsten ist es, ein Scherengitter innen hinter dem Glas anzubringen, da das zusammengeschobene Gitter eventuell in einer Nische Platz finden kann. Wird es außen im lichten Maß einer Maueröffnung eingesetzt, kann das Gitterpaket störend wirken und verdeckt außerdem einen Teil der Fensterfläche. Wenn das Scherengitter über das lichte Maß des Fensters oder der Tür hinausgehend außen am Mauerwerk fixiert ist, bieten die Führungs- und Befestigungsschienen wiederum gute Angriffsmöglichkeiten.
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Rollläden
Aus Kostengründen und der einfacheren Handhabung wegen werden Rollläden heute vorwiegend aus dünnen und leichten Materialien gefertigt, die allerdings keinen hinreichenden Einbruchschutz bieten. Ein Rollladen ohne Sicherung (z.B. auch eine Jalousie) ist lediglich Licht- und Sichtschutz. Bei entsprechender Ausführung können Rollläden jedoch auch dem Einbruchschutz dienen.
Besonders wichtig für den Sicherheitswert eines Rollladens sind
- Materialien
- Stabilität der Führungsschienen
- Hochschiebesicherungen
- Automatische Steuerung von Rollläden
- Sicherheitsklassen
· Materialien
Rollläden werden aus Kunststoff, Stahl, Leichtmetall (Aluminium) und seltener aus Holz angeboten. Der Sicherheitswert eines Rollladens ist zunächst abhängig vom verwendeten Material selbst (hier sind auch Materialdicke, Beschaffenheit und Deckbreite der Stäbe sowie deren Aussteifung bzw. Ausschäumung einzubeziehen).
Bei einer Nenndicke von 14 mm, die die Rollladenstäbe mindestens aufweisen sollten, und bei Installation einer Hochschiebesicherung bieten Rollladenpanzer eine hohe Widerstandsfähigkeit.
Für den Sicherheitswert eines Rollladens sind außerdem verschiedene Konstruktionsmerkmale entscheidend. So wird bei allen Rollladentypen eine weitere Einbruchhemmung durch einen stabilen Abschlussstab erzielt, der das Ausreißen zusätzlich erschwert.
· Stabilität der Führungsschienen
Auch die Führungsschienen müssen – wie bei den Rollgittern – gewisse Anforderungen erfüllen. Zur Erzielung einer einbruchhemmenden Wirkung sollten sie am besten aus Stahl, ausreichend tief im Mauerwerk befestigt und möglichst verdeckt eingebaut sein. Die Führungsschienen müssen den Rollladen – zum Schutz gegen das Heraushebeln – in ausreichender Größe umfassen (s. Zeichnung: Rollgitter)

· Hochschiebesicherungen
Grundsätzlich sollten Rollläden mit Hochschiebesicherungen ausgestattet werden. Im Handel gibt es manuell zu bedienende mechanische Vorrichtungen wie Riegel, Stifte oder Schlösser. Problematisch bei manuell zu betätigenden Sicherungssystemen ist sicherlich, dass man ihre Anwendung in der Alltagsroutine nur allzu leicht vergisst und sie dann praktisch wertlos sind. Insofern sind automatische Hochschiebesicherungen vorzuziehen.
Automatische Hochschiebesicherungen verkeilen oder versperren den Rollladen beim unerwünschten Versuch des Hochschiebens z.B. durch Sicherungsfedern, Riegel- oder Klemmverschlüsse. Die Funktion des Gurtrollers wird hierdurch nicht beeinträchtigt, da sich die Sperre bei dessen Betätigung aufhebt.
Eine dritte Möglichkeit der Hochschiebesicherung besteht in der Installation eines Rohrmotors im Rollladenkasten. Eine Wirkung durch einen solchen Motor wird meist erst dann erreicht, wenn der Rollladen vollständig herunter gelassen ist
Gurtwickler, die den Rollladen automatisch herablassen oder hochziehen, eignen sich nicht für schwere Rollläden und wirken nicht als Hochschiebesicherung. Bei der Auswahl eines geeigneten Motors bzw. einer geeigneten Sicherung kann ihnen der Fachhandel weiterhelfen.
· Automatische Steuerung von Rollläden
Um auch während der Abwesenheit der Bewohner Wohnung oder Haus bewohnt erscheinen zu lassen, gibt es die Möglichkeit, elektrisch gesteuerte Rollläden durch eine Zeitschaltuhr zu bestimmten Tageszeiten automatisch zu schließen oder zu öffnen. Dies kann man auch durch einen Dämmerungsschalter erreichen, der auf den Wechsel von Tageslicht und Dunkelheit reagiert.
Sicherheitsklassen für Rollläden
Richtlinien für die Einbruchhemmung von Rollläden werden z.B. vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. und von der VdS Schadenverhütung GmbH (VdS) herausgegeben.
Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. unterscheidet sechs Klassen von ER 1 bis ER 6 (ER = einbruchhemmender Rollladen), die VdS vier Klassen (N = normal; A, B, C).
Vergleich der Sicherheitsklassen:
|
Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz |
VdS Schadenverhütung GmbH |
|
ER1 |
-- |
|
ER2 |
N |
|
ER3 |
A |
|
ER4 |
B |
|
ER5/6 |
C |
Normalerweise bieten die Klassen ER 1 und ER 2 eine ausreichende Einbruchhemmung. Für erhöhten Einbruchschutz sind Rollläden der Klasse ER 3 erforderlich; Juweliere und Banken z.B. benötigen Rollläden ab Klasse ER 4.
Nur eine fachgerechte Montage gewährleistet die für einen Rollladen ermittelte Sicherheitsklasse.
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Licht-/Kellerschächte
Keller- oder Lichtschächte sind meist mit einem Gitterrost, der auf einem Rahmen aufliegt, abgedeckt. Ist der Gitterrost nicht ausreichend befestigt, kann er leicht hochgehoben, ausgehebelt oder durchtrennt werden. Die Einbrecher können somit einen leichten Zugang zum Gebäude bekommen.
Des weiteren können gekippte Kellerfenster von außen geöffnet werden, oder die Scheiben können eingeschlagen oder eingedrückt werden.
Sicherungsmöglichkeiten der Lichtschächte:
– Gitterroste
– Rollrostsicherung
– Glasstahlbeton-Abdeckungen
· Gitterroste
Gitterroste müssen engmaschig und stabil sein. Als spezielle Gitterrostsicherung lassen sich Flacheisen oder Stahlwinkel an die äußeren seitlichen Maschen (ein Eisen pro Seite) anschweißen, an denen eine Kette oder Stange fixiert wird, die tief im seitlichen Mauerwerk des Kellerschachtes verankert wird. Hier ermöglichen Betonschächte eine wesentlich solidere Verankerung der Befestigungselemente im Mauerwerk als Kunststoffschächte.
Handelt es sich bei dem zu sichernden Kellerschacht um einen Fluchtweg, kann an der Befestigungsstelle der Sicherungskette oder -stange im Mauerwerk auch ein korrosionsbeständiges schlüsselloses Vorhängeschloss (Zahlenschloss) bzw. ein Drehverschluss angebracht werden. Bei einem normalen Schloss sollte auch für den Fall, dass der Schacht einmal als Notausstieg dienen muss, der Schlüssel in der Nähe des Schlosses gut sichtbar aufbewahrt werden. Selbstverständlich darf der Schlüssel für einen Einbrecher nicht erreichbar sein.
Gitterrostsicherungen lassen sich problemlos nachträglich einbauen.
Im Handel werden auch geprüfte einbruchhemmende Gitterroste für Lichtschächte angeboten. Diese mit längs und quer verschweißten Stahlrohren an der Unterseite der Gitterroste werden in den Widerstandsklassen WK2 und WK3 angeboten (WK2 bietet eine "normale" Einbruchhemmung, bei WK3 handelt es sich um eine "erhöhte" Einbruchhemmung). Eine Sicherheitskette verhindert das Anheben der Roste von außen, ein gesicherter Exzenterverschluss ermöglicht das werkzeuglose Öffnen und Anheben der Roste von der Kellerseite. Die Gitterroste werden auf Maß gefertigt, so dass die Montage und das Nachrüsten ist bei (annähernd) allen vorh. Lichtschächten möglich ist.
· Rollrostsicherung
Eine weitere Sicherungsmöglichkeit sind Gittersysteme mit eingebauten Rollstangen, sogenannte Rollrostsicherungen. Beim Versuch des Ansägens drehen sich die Rollstangen, so dass ein Auftrennen des Rollrostes erheblich erschwert wird.

Rollrost-Sicherung
1 Rundstab
2 Stahlrohr
3 Rahmen
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung
· Glasstahlbeton-Abdeckungen
Neben Gitterrosten gibt es die Möglichkeit, Keller- bzw. Lichtschächte mit Glasstahlbeton-Abdeckungen vor Einbruch zu schützen. Diese bestehen aus Einzelglasbausteinen mit einer Größe von bis zu 10 x 20 cm, die auf allen Seiten mit einer 6 mm starken Rundstahlarmierung eingefasst sein sollten. Der Lichteinfall in den Schacht wird kaum beeinträchtigt. Eine Belüftung des Kellerraumes ist mit Hilfe von speziellen Lüftungssteinen möglich.
Lichtkuppeln
Lichtkuppeln findet man meist bei Flachdächern in fensterlosen Räumen wie z.B. Fluren und Vorräumen. Sie lassen sich entweder von Hand oder per Motor öffnen oder besitzen gar keine Öffnungsmöglichkeit.
Material und Arten der Gewaltanwendung
Lichtkuppeln bestehen aus Kunststoff, der normalerweise weder feuerfest noch einbruchhemmend ist. Häufig kann die Verschraubung leicht gelöst und die Kuppel entfernt werden. Auch bewegliche Lichtkuppeln können leicht aufgebrochen werden.
Sicherungsmöglichkeiten für Lichtkuppeln
Lichtkuppeln können durch ein Gitter oder durch eine einbruchhemmende Verglasung gesichert werden. Das Gitter muss eine ausreichende Stabilität haben und wird unter der Kuppel fest verankert.

Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung
Da bei Flachdachhäusern auf Lichtkuppeln i.d.R. nicht verzichtet werden kann, sollte schon bei der Planung der Einbau von Gittern berücksichtigt werden.
Fensterläden
Fenster- oder Klappläden bestehen in aller Regel aus Holz.
Bei ungenügender Sicherung kann ein Fensterladen leicht von außen ausgehängt, in der Mitte aufgehebelt oder abgeschraubt werden.
Möglichkeiten der Sicherung:
- Die Bänder sollten ausreichende Stabilität besitzen.
· Zusätzlich hat sich ein Querriegel mit Vorhängeschloss bewährt.
· An jedem Ladenflügel können oben auf der Innenseite Winkeleisen angebracht werden, die das Aushängen von geschlossenen Fensterläden verhindern.

Alternativ zu den Winkeleisen, können die Fensterläden auch innenhalb der Wandöffnung montiert werden. Der Spalt zwischen Sturz und Fensterladen muss erheblich kleiner als die Gelenkstange der Bänder (Scharniere) sein. Beim Versuch die Fensterläden auszuhängen, stößt der Fensterladen gegen den Sturz und verhindert so das unbefugte Öffnen.
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Innenholzblenden
Innenholzblenden sind abnehmbare Abdeckungen zumeist aus Holz. Sie dienen der Sicherung von Fenstern von innen her und sollten mindestens 25 mm stark sein. Zusätzliche Stabilität kann man durch das Anbringen von Stahlblech-Beschlägen auf der Innenseite gewinnen. Wichtig ist, dass die Innenholzblenden von außen nicht angreifbar sind.

Innenholzblende mit Stahlblechbeschlag
Abbildung: (C) VdS Schadenverhütung
Checkliste
Damit Sie die gröbsten Schwachstellen selbst herausfinden können, haben wir eine Checkliste angefertigt. Jede Frage, die Sie mit einem „Nein“ beantworten, stellt eine Schwachstelle dar.
Gitter
1. Sind die Fenster durch Gitter oder durch einbruchhemmendes (bzw. durchwurf- oder durchbruchhemmendes) Glas gesichert?
Ja o Nein o
2. Ist das Gitter gegen Abschrauben gesichert (z.B. Einwegschrauben, verschweißt)?
Ja o Nein o
3. Sind die Gitterstäbe mindestens 18 mm stark ?
Ja o Nein o
4. Beträgt der Abstand zwischen zwei Gitterstäben max. 120 mm ?
Ja o Nein o
5. Sind die Kreuzungspunkte der Gitterstäbe miteinander verschweißt?
Ja o Nein o
Rollläden
6. Sind die Rollläden durch Hochschiebesicherungen im oberen Drittel gesichert?
Ja o Nein o
7. Funktionieren die Hochschiebesicherungen automatisch?
Ja o Nein o
8. Die Rollläden sind aus Holz, Aluminium oder Stahl?
Ja o Nein o
9. Bestehen die Führungsschienen der Rollläden aus Stahl oder Aluminium?
Ja o Nein o
Fensterläden
10. Sind die Fensterläden gegen Aushängen gesichert?
Ja o Nein o
Lichtschächte
11. Sind die Lichtschächte durch ein Gitter gesichert, welches von außen nicht hoch gehoben werden kann?
Ja o Nein o
12. Handelt es sich bei dem Gitter / Rost um eine stabile Ausführung?
Ja o Nein o
13. Können Sie die Gittersicherung (im Notfall) von der Kellerseite aus schnell entsichern?
Ja o Nein o
Lichtkuppeln
14. Sind Lichtkuppeln mit einem Gitter von innen gesichert?
Ja o Nein o
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Wichtig:
Fenstergitter werden aus Stahl hergestellt und die Gitterstäbe müssen mindestens 18 mm stark sein
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