Zaun 
Vorsatzgitter für Terrassentüren
Garagen-Absicherung
Außenbeleuchtung
Bepflanzung
Checkliste
Außenbereich
Die Absicherung eines Hauses beginnt nicht erst mit einem sicheren Fenster bzw. einer einbruchhemmenden Tür. Schon an der Grundstücksgrenze können dem Eindringling die ersten Steine in den Weg gelegt werden.
Wie Sie dies erreichen können, wird in den folgenden Kapiteln beschrieben:
Zaun
Zäune und Hecken haben auf vielen Grundstücken lediglich Einfriedungsfunktion, bilden jedoch dann häufig keinen wirksamen Schutz vor Eindringlingen. So können zu niedrige Grundstücksbegrenzungen einfach überwunden oder nicht ausreichend im Boden verankerte Zäune hochgeschoben werden.
Man sollte bedenken, dass ein Zaun oder eine Hecke für einen Einbrecher die erste Barriere darstellt, die er bei einem Einbruchsversuch zu überwinden hat. Es ist daher sinnvoll, gleich hier wirksame Maßnahmen zu treffen, um zu verhindern, dass ein möglicher Täter überhaupt auf das Grundstück gelangt. Außerdem kann ein potentieller Täter durch diesen ersten Eindruck auch von vornherein von einem Einbruchsversuch abgehalten werden, da er ahnt, hier kein leichtes Spiel zu haben.
Zäune sollten vorwiegend aus Maschendraht oder Stahl hergestellt werden. Bei Drahtzäunen sollte die Drahtstärke mindestens 3 mm betragen; die Maschenweite darf höchstens 40-50 mm betragen.

Wichtig ist, dass der Zaun eine ausreichende Höhe hat, keine Aufsteighilfen bietet und mit einem zur Außenseite abgewinkelten Überkletterschutz versehen ist, wobei allerdings baurechtliche Bestimmungen nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Insgesamt sollte der Zaun mindestens 1,8 m hoch sein. Er sollte außerdem lückenlos und gut im Boden verankert sein, damit er von unten nicht hochgeschoben werden kann. Die einzelnen Pfosten sollten in einem Abstand von 2,5 - 3 m gesetzt werden.
Die genannte Zaunhöhe von 1,8 m ist eine Empfehlung. Bevor Sie Ihr Grundstück durch einen so hohen Zaun schützen, sollten Sie bei Ihrem Gemeindeamt fragen, ob dieser Zaun baurechtlich genehmigt werden muss.
Eine mögliche Alternative ist eine dichte, undurchdringbare Hecke.
Das Eingangstor des Grundstücks sollte stets verschlossen sein. Hier sollte eine Gegensprechanlage oder besser noch eine Bildsprechanlage installiert werden, damit unerwünschte Besucher gar nicht erst eingelassen werden müssen. Sinnvoll ist es, wenn das Gartentor mit einem automatischen Toröffner ausgestattet ist, damit das Eingangstor vom Haus aus entriegelt werden kann.
Vorsatzgitter für Terrassentüren
Durch eigene Nachlässigkeit kommt es immer wieder vor, dass Terrassentüren zum Lüften unbeaufsichtigt offen stehen, so dass Einbrecher mühelos ins Haus eindringen können. Dieser Gefahrenquelle kann mit einem Vorsatzgitter, das vor die Terrassentür montiert wird, vorgebeugt werden.
Entscheidend für den Sicherheitswert einer Gittertür sind das Material, die Befestigung im Mauerwerk sowie die Verschlusstechnik. Der Rahmen sollte aus Vierkantstahl von min. 20 mm Stärke bestehen, die einzelnen Gitterstäbe aus Vierkant- oder Rundstahl von 18 mm Stärke. Der Abstand der Stäbe zueinander sollte höchstens 120 mm betragen. Sie sollten an den Kreuzungspunkten fest verbunden bzw. miteinander verschweißt sein.
Die Zarge muss ausreichend fest im Mauerwerk verankert sein. Die Türbänder ("Scharniere") sollten innen liegen und zusätzlich durch Hinterhaken geschützt sein.
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Garagen-Absicherung
Einbrecher versuchen nicht immer, nur ein Fahrzeug aus der Garage zu stehlen, sondern auch über eine Verbindungstür von der Garage ins Haus zu gelangen. Daher muss eine solche Verbindungstür wie eine Haus- oder Kellereingangstür einbruchhemmend gesichert sein. (nähere Infos können Sie bei "Türen" entnehmen)
Garagenfenster müssen ebenso wie andere leicht erreichbare Fenster gesichert sein. Empfehlenswert sind Fenster aus stahlarmierten Glasbausteinen mit einzelnen Lüftungselementen, die sich zudem leichter als Fenster säubern lassen. (haben Sie hierzu schon unsere "Fenster"-Seiten gelesen?)
Garagentore müssen immer geschlossen sein, da sie, selbst wenn Personen im Haus sind, schlecht überwacht werden können. Meist stehen in einer Garage nicht nur das Auto, sondern auch Fahrräder und Gartenmöbel. Vielfach lagert dort auch Werkzeug. Außerdem sollten Sie daran denken, dass eine offenstehende Garage ohne Fahrzeug auf Abwesenheit der Bewohner hinweist.
Zum Jahresbeginn 2008 wurde vom Industrieverband Tor Tür Zarge ttz eine Richtlinie zur Einbruchhemmung von Garagentore heraus gegeben. Ein rundes Prüfsiegel mit der Aufschrift "geprüfte Einbruchhemmung für Garagentore" weist auf die bestandene Prüfung hin. Bis Ende 2007 wurden Garagentor vereinzelt auch auf Grundlage der Fenster und Tür-(Vor)Norm "EN V 1627" geprüft. Da die Anwendung dieser Fenster- und Tür-Norm sich als nicht vollständig zufriedenstellend erwiesen hat, erfolgt nun die Prüfung nach der ttz-Richtlinie. (Des weiteren wird zukünftig die Anwendung der Fenster- und Türnorm für Garagentore ausgeschlossen.) Bereits jetzt gibt es verschiedene Anbieter, welche Garagentore nach ttz erfolgreich prüfen ließen.
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Automatische Toröffner
Automatische Toröffner haben den Vorteil, dass man das Tor zur Einfahrt bzw. das Garagentor vom Wagen aus öffnen kann ohne aussteigen zu müssen. Grundstücks- bzw. Garagentore schließen sich unmittelbar, nachdem man sie passiert hat. Besteht ein direkter Zugang von der Garage zum Haus, bieten automatische Toröffner nicht nur Komfort sondern auch Sicherheit (z.B. bei Dunkelheit). Bei der Installation einer automatischen Torschließanlage sollte bedacht werden, dass die Fernbedienung eine ausreichende Anzahl an Kodiermöglichkeiten besitzen muss. Der Schließmechanismus muss bei geschlossenen Toren fest verriegeln und auch bei Stromausfall bedienbar sein. Bei Öffnung sollte sich in der Garage automatisch die Beleuchtung einschalten.
Automatische Torschließanlagen haben den Nachteil, dass man hier keine zusätzlichen Verriegelungen anbringen kann. Bei längerer Abwesenheit z.B. im Urlaub können jedoch Zusatzschlösser montiert oder die Laufrollen in den Deckenschienen durch eine Sperre gesichert werden.
Garagentore selbst sind meistens mit einem Bodenschloss ausgestattet, dessen Zylinderschloss (Halbzylinder) leicht angegriffen werden kann; daher sollte eine Rosette mit Kernziehschutz eingebaut werden. Eine weitere Möglichkeit sind in seitliche Verriegelungen eingreifende Stangenschlösser.
Eingangswege zum Haus bzw. zur Garage sollten gut beleuchtet sein.
Außenbeleuchtung
Zur Abschreckung von Einbrechern haben sich Außenbeleuchtungsanlagen gut bewährt. Einbrecher arbeiten am liebsten im sicheren Dunkel und lassen sich abschrecken, wenn plötzlich Licht angeht. So meiden sie auch oft von vornherein beleuchtete Grundstücke.
Eine Außenbeleuchtungsanlage sollte einen eigenen Stromkreis besitzen und innen von mehreren Schaltern aus bedienbar sein. Ideal ist die Anbringung eines Schalters im Schlafzimmer, damit man die Anlage bei verdächtigen Geräuschen in der Nacht sofort einschalten kann. Eine solche Anlage sollte von außen zwar einschalt-, aber nicht ausschaltbar sein. Es ist auch darauf zu achten, dass die Leuchten für den Täter nicht erreichbar sind und nicht zerstört werden können, das gleiche gilt für Stromkabel und Telefonleitungen.
Starke Halogenlampen (300-500 W) eignen sich gut für die Ausleuchtung des Grundstücks, wobei alle dunklen Partien mit einbezogen werden sollten. Danach richtet sich auch die Anzahl der Leuchten. Es lassen sich aber auch andere Außenleuchten in die Anlage integrieren. Zu berücksichtigen ist, dass bei Halogenbeleuchtung der Energieverbrauch beträchtlich ist.
Die Entwicklung von energiesparenden LED-Leuchten schreitet mit großen Schritten voran. LED-Leuchtmittel verbrauchen im Vergleich mit Halogenleuchten oder normalen "Glühlampen" nur ein Bruchteil an Strom. (Bitte beachten Sie, dass die kleinen solarbetriebenen LED-Leuchte (häufig mit Erdspieß), welche nachts nur etwas Licht abgeben, keine abschreckende Wirkung haben.)
Bei der Installation einer Außenbeleuchtungsanlage kommen mehrere Systeme in Betracht:
· Manuelle Bedienung
Die Außenbeleuchtung wird durch Schalter innen im Haus eingeschaltet, z.B. bei Wahrnehmung verdächtiger Geräusche. Sie ist allerdings bei Abwesenheit der Bewohner nicht aktivierbar, ebenso wenig wenn z.B. Lautstärke von Fernseher oder Stereoanlage die durch einen Einbrecher verursachten Geräusche überdecken.
· Funkgesteuerte Bedienung
Bei der funkgesteuerten Bedienung schaltet sich die Außenbeleuchtung über Aktivierung eines Handfunksenders ein oder aus. Große Vorteile dieses Systems sind die einfache nachträgliche Installierung der Lampen im Garten sowie die Bedienbarkeit unabhängig von fest montierten Schaltern (die Beleuchtung kann von jeder Stelle des Grundstücks mit der Fernbedienung aktiviert werden, z.B. bei der Heimkehr schon am Tor). Jedoch ist auch hier das Einschalten der Außenbeleuchtung nur bei Anwesenheit des Bewohners möglich.
· Automatische Außenbeleuchtungsanlage
Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Systemen setzt die automatische Außenbeleuchtungsanlage nicht die Aufmerksamkeit der Bewohner voraus und bietet einen hohen Sicherheitswert auch bei Abwesenheit oder beim Schlaf der Bewohner. Die Anlage wird über Signale durch Dämmerungsschalter oder Infrarotbewegungsmelder (der auf Wärme reagiert) aktiviert, d.h. sie schaltet sich bei Dämmerung bzw. Dunkelheit ein oder wenn jemand in den überwachten Bereich gelangt. Nach einer gewissen Zeit schaltet sie sich wieder ab.
Bepflanzung
Bei der Bepflanzung eines Gartens sollte auf eine übersichtliche Gestaltung geachtet werden, d.h. vom Haus aus sollte der Garten gut überschaubar sein. Bäume und Sträucher sollten keinesfalls zu dicht am Haus stehen, da sie einem Täter sowohl als Einstiegshilfen zu Fenstern in oberen Etagen als auch als Versteck dienen könnten. Eine freie Zone rund um das Haus bietet auch Nachbarn gute Sicht auf Fenster, Türen und Treppen, so dass sie das Haus im Verdachtsfall beobachten können.
Einstiegshilfen sind z.B. auch Spaliergitter, Gartenmöbel, Leitern, Mülltonnen, Regenfallrohre u.a. Sind diese feststehend, müssen die dadurch leicht zugänglichen Fenster, Türen oder Balkone wie Erdgeschossfenster gesichert werden. Gartenmöbel, Leitern u.ä. sollten weggeräumt oder wenigstens angekettet werden. Sperren Sie auch Gartengeräte und Werkzeug unbedingt weg.
Auch der Bereich des Gartentors (das möglichst verschlossen ist) sollte vom Haus aus gut einsehbar sein, damit man ungebetene Besucher gar nicht erst auf das Grundstück lassen muss.
Checkliste
Damit Sie die gröbsten Schwachstellen selbst herausfinden können, haben wir eine Checkliste angefertigt. Jede Frage, die Sie mit einem „Nein“ beantworten, stellt eine Schwachstelle dar.
Außenbeleuchtung
1. Ist Ihr Grundstück auch nachts ausreichend beleuchtet?
Ja o Nein o
2. Sind alle Wege zum Haus beleuchtet?
Ja o Nein o
3. Sind die Scheinwerfer oder Gartenlampen gegen Sabotage gesichert (z.B. Montagehöhe (nicht erreichbar) und Netzleitung nicht zugänglich)?
Ja o Nein o
4. Kann das Außenlicht von mehreren Räumen im Haus eingeschaltet werden?
Ja o Nein o
Garage
5. Ist Ihr Werkzeug in der Garage gesichert?
Ja o Nein o
6. Ist die Garagentür mit einem Zylinderschloss gesichert?
Ja o Nein o
7. Sind die Garagenfenster ausreichend gesichert?
Ja o Nein o
8. Ist die Verbindungstür zwischen Garage und Wohnung wie die Haustür gesichert?
Ja o Nein o
Garteneinzäunung
9. Ist Ihr Grundstück durch einen Zaun oder eine Mauer gesichert?
Ja o Nein o
10. Sind die Zaunpfähle fest im Erdreich verankert?
Ja o Nein o
11. Sind Zaun und Pforte mindestens 1,80 m hoch?
Ja o Nein o
12. Ist der Zaun gegen Unterkriechen gesichert?
Ja o Nein o
Gartentor
13. Ist das Gartentor ständig abgeschlossen? Kann es nur durch einen Schlüssel geöffnet werden?
Ja o Nein o
14. Ist an der Pforte ein Zylinderschloss vorhanden?
Ja o Nein o
15. Ist die Pforte gegen Ausheben gesichert?
Ja o Nein o
16. Können Sie mit Hilfe der Türsprechanlage auch mit Personen sprechen, die an der Gartenpforte stehen?
Ja o Nein o
17. Können Sie die Gartenpforte elektrisch entriegeln?
Ja o Nein o
18. Können Sie von der Haustür oder von einem Fenster aus die Gartenpforte sehen und die Personen erkennen?
Ja o Nein o
Gartenmöbel
19. Sind Ihre Gartenmöbel gegen Diebstahl und gegen Missbrauch als Aufstiegshilfen gesichert?
Ja o Nein o
Leiter
20. Sind Leitern so verwahrt, dass ein Einbrecher sie nicht benutzen kann?
Ja o Nein o
Heizöltank
21. Ist der Heizöltankstutzen gegen unbefugte Entnahme gesichert?
Ja o Nein o
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Wichtig:
Schon an der Grundstücksgrenze können einem Eindringling Hindernisse in den Weg gelegt werden.
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Außensicherung